SSD wird nicht erkannt oder funktioniert nicht: Was Sie jetzt tun sollten

5 min. lesezeit
April 4, 2023
Inhaltsverzeichnis

Häufige Symptome einer defekten SSD

SSDs fallen oft nicht plötzlich aus, sondern zeigen vorher Warnzeichen. Wenn Sie eines der folgenden Symptome bemerken, sollten Sie die SSD nicht weiter nutzen.
Typische Anzeichen sind:

  • Die SSD wird im BIOS oder UEFI nicht angezeigt.
  • Das Laufwerk wird von Windows oder macOS nicht erkannt.
  • Die SSD erscheint als RAW, nicht initialisiert oder nicht zugeordnet.
  • Dateien lassen sich nicht öffnen oder speichern.
  • Der Computer ist sehr langsam oder friert ein.
  • Programme stürzen beim Zugriff ab.
  • Die SSD ist schreibgeschützt.
  • Eine externe SSD verbindet und trennt sich ständig.
  • Das Laufwerk wird ungewöhnlich heiß oder reagiert nur zeitweise.

Diese Symptome können auf logische Fehler, defekte Speicherbereiche oder Hardwareprobleme hinweisen. Weitere Hinweise finden Sie im Beitrag Symptome für eine tote SSD.

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Warum funktioniert eine SSD nicht mehr?

SSDs gelten als schnell und zuverlässig, können aber durch technische, elektrische oder logische Fehler ausfallen. Da eine SSD keine beweglichen Teile besitzt, liegen die Ursachen meist im Controller, in der Firmware, in den NAND-Speicherzellen oder in der Dateistruktur.

Controller-Fehler

Der Controller verwaltet den Zugriff auf die gespeicherten Daten. Wenn er ausfällt, wird die SSD oft nicht mehr erkannt oder reagiert nicht mehr korrekt.

Firmware-Probleme

Die Firmware steuert interne Abläufe der SSD. Fehlerhafte oder beschädigte Firmware kann dazu führen, dass das Laufwerk nicht mehr startet oder vom System falsch erkannt wird.

Defekte Speicherzellen

NAND-Speicherzellen haben eine begrenzte Lebensdauer. Mit zunehmender Nutzung können fehlerhafte Blöcke entstehen, die Lesefehler, beschädigte Dateien oder Systemabstürze verursachen.

Stromschäden

Spannungsschwankungen, Stromausfälle oder ein defektes Netzteil können elektronische Komponenten beschädigen.

Überhitzung

Besonders M.2- und NVMe-SSDs können unter Last hohe Temperaturen erreichen. Dauerhafte Hitze kann die Lebensdauer verkürzen und Ausfälle begünstigen. Mehr dazu lesen Sie im Beitrag SSD wird heiß.

Dateisystemfehler

Nach einem Absturz, unsicheren Entfernen oder Softwarefehler kann die SSD technisch noch funktionieren, aber vom Betriebssystem nicht mehr korrekt gelesen werden.

Weitere technische Hintergründe finden Sie im Beitrag SSD defekt.

SSD wird nicht erkannt: Sichere Prüfungen ohne Datenrisiko

Wenn eine SSD nicht erkannt wird, bedeutet das nicht automatisch, dass alle Daten verloren sind. Einige einfache Prüfungen sind möglich, solange Sie keine Reparatur, Initialisierung oder Formatierung ausführen.
Bei externen SSDs können Sie prüfen:

  • anderes USB-Kabel verwenden
  • anderen USB-Port testen
  • SSD an einem zweiten Computer anschließen
  • Adapter, Dockingstation oder externes Gehäuse kontrollieren

Bei internen SSDs können Sie prüfen:

  • BIOS oder UEFI öffnen und kontrollieren, ob die SSD angezeigt wird
  • SATA- und Stromkabel prüfen
  • M.2- oder NVMe-SSD auf korrekten Sitz kontrollieren
  • Datenträgerverwaltung nur ansehen, aber keine Änderungen bestätigen

Wenn Ihr Hauptproblem darin besteht, dass die SSD gar nicht mehr angezeigt wird, lesen Sie zusätzlich den Beitrag SSD wird nicht erkannt.

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Sofortmaßnahmen: Was Sie jetzt tun sollten

Wenn die SSD weiterhin nicht funktioniert oder wichtige Daten betroffen sind, sollten Sie kontrolliert vorgehen. Das Ziel ist nicht, die SSD möglichst schnell wieder nutzbar zu machen. Das Ziel ist, den aktuellen Datenzustand nicht weiter zu verschlechtern.
Empfohlene Schritte:

  • Schalten Sie den Computer aus, wenn die SSD instabil reagiert.
  • Trennen Sie externe SSDs sicher vom Gerät.
  • Verwenden Sie die betroffene SSD nicht weiter.
  • Speichern Sie keine neuen Dateien auf dem Laufwerk.
  • Installieren Sie keine Programme auf der defekten SSD.
  • Dokumentieren Sie Fehlermeldungen, Gerätemodell und letzte Aktionen.
  • Lassen Sie die SSD professionell prüfen, wenn wichtige Daten betroffen sind.

Was Sie vermeiden sollten

Viele Datenverluste entstehen durch falsche Maßnahmen. Besonders bei SSDs können Reparaturversuche die Wiederherstellung erschweren.
Vermeiden Sie:

  • Formatierung oder Initialisierung
  • CHKDSK bei wichtigen Daten
  • Firmware-Updates auf defekten SSDs
  • Recovery-Software auf derselben SSD
  • Speichern von Daten auf dem betroffenen Laufwerk
  • wiederholte Neustarts
  • Öffnen der SSD ohne Fachkenntnis

Reparatur und Datenrettung sind nicht dasselbe. Wenn Daten wichtig sind, hat die Wiederherstellung Vorrang.

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Kann man Daten von einer defekten SSD retten?

Ja, oft lassen sich Daten von einer defekten SSD wiederherstellen, wobei die Erfolgschancen vom Fehler abhängen. Eine Rettung ist häufig möglich bei gelöschten Dateien, beschädigten Partitionen, RAW-Dateisystemen, defekten Speicherbereichen sowie bei Controller- oder Firmwareproblemen und nicht erkannten SSDs.

Grenzen bestehen, wenn Speicherchips zerstört sind, Daten überschrieben wurden oder eine Verschlüsselung ohne Schlüssel vorliegt. Auch TRIM kann die Wiederherstellung erschweren. Daher ist eine technische Diagnose vor weiteren Schritten wichtig.

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PITS Datenrettung ist auf die Wiederherstellung von Daten aus defekten, beschädigten und nicht erkannten SSDs spezialisiert. Dazu gehören SATA-SSDs, mSATA-SSDs, M.2-SSDs, NVMe-SSDs, PCIe-SSDs und externe SSD-Laufwerke.

Unsere Spezialisten analysieren das Fehlerbild, prüfen den technischen Zustand der SSD und wählen ein geeignetes Verfahren für die Datenwiederherstellung. Dabei steht nicht die weitere Nutzung des defekten Datenträgers im Vordergrund, sondern der sichere Zugriff auf Ihre Dateien.

PITS unterstützt bei nicht erkannten oder nicht startenden SSDs, RAW-Dateisystemen, Controller- oder Firmwarefehlern, Datenverlust sowie Schäden durch Stromausfall, Hitze, Wasser oder mechanische Einwirkung.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite zur SSD Datenrettung.

Fazit

Wenn eine SSD nicht mehr funktioniert, ist der richtige Umgang entscheidend. Nicht jeder Fehler bedeutet sofort Datenverlust, aber falsche Maßnahmen können die Situation verschlechtern.

Prüfen Sie nur grundlegende Punkte wie Kabel, Anschluss oder BIOS-Erkennung und vermeiden Sie Formatierung oder Reparaturtools bei wichtigen Daten.

Eine defekte SSD sollte nicht experimentell behandelt werden. Lassen Sie sie frühzeitig professionell prüfen, um die Chancen auf Datenrettung zu sichern.

Häufig gestellte Fragen

Eine SSD kann durch Controllerfehler, Firmwareprobleme, defekte Speicherzellen, Stromschäden, Überhitzung oder Dateisystemfehler ausfallen. Manchmal wird sie noch erkannt, manchmal verschwindet sie komplett aus BIOS, Windows oder macOS.

Prüfen Sie nur sichere Punkte wie Kabel, Anschluss, USB-Port, BIOS-Erkennung oder ein anderes Gerät. Bestätigen Sie keine Formatierung oder Initialisierung, wenn wichtige Daten auf der SSD gespeichert sind.

Wenn keine wichtigen Daten betroffen sind, können einfache Prüfungen sinnvoll sein. Wenn relevante Dateien auf der SSD liegen, sollten Sie Reparaturversuche vermeiden. Viele Tools schreiben Daten auf das Laufwerk und können die Wiederherstellung erschweren.

CHKDSK kann bei Dateisystemproblemen helfen, ist aber riskant, wenn Daten gerettet werden sollen. Das Tool kann Änderungen an der Dateistruktur vornehmen. Bei wichtigen Daten sollte zuerst eine professionelle Analyse erfolgen.

Mögliche Ursachen sind ein defekter Controller, ein Firmwarefehler, ein Stromproblem, ein beschädigter Anschluss oder ein interner Elektronikschaden. Bei M.2- und NVMe-SSDs kann auch ein Problem mit Slot, Mainboard oder Kompatibilität vorliegen.

Das hängt davon ab, ob Daten überschrieben wurden und ob TRIM aktiv war. Bei SSDs kann TRIM die Wiederherstellung erschweren. Trotzdem sollte die SSD nicht weiter genutzt werden, bis eine Diagnose erfolgt ist.

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